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Die Materialisten

Das ist ja das Eigentümliche bei allem, was wir auf Erden haben, dass das Geistige immer einen physischen Träger haben muss. Die Materialisten nehmen dann nur die physischen Träger und vergessen das Geistige.

Rudolf Steiner, 11. Juni 1924

Innen und Aussen

Wer die Luft ausserhalb des Körpers nicht zu sich rechnet, der soll auch seinen Mund nicht zu sich rechnen, sondern soll seinen Körper erst beim Magen beginnen lassen. Also, es ist schon ein Unsinn, sich innerhalb der Haut als abgeschlossen zu denken.

Rudolf Steiner, 9. Dezember 1923

Was ist der Mensch

Der Mensch ist, was er ist, durch Leib, Ätherleib, Seele (astralischer Leib) und Ich (Geist). Er muss als Gesunder aus diesen Gliedern heraus angeschaut; er muss als Kranker in dem gestörten Gleichgewicht dieser Glieder wahrgenommen; es müssen zu seiner Gesundheit Heilmittel gefunden werden, die das gestörte Gleichgewicht wieder herstellen.

Rudolf Steiner, Dr. med. Ita Wegman,Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst
(GA 27)

Physische Grundlage

Der Leib als Ganzes, nicht bloss die in ihm eingeschlossene Nerventätigkeit ist die physische Grundlage des Seelenlebens. Und wie das letztere für das gewöhnliche Bewusstsein sich umschreiben lässt durch Vorstellen, Fühlen und Wollen, so das leibliche Leben durch Nerventätigkeit, rhythmisches Geschehen und Stoffwechselvorgänge.

Rudolf Steiner, Von Seelenrätseln
(GA 21)

Erkennend Erfassen

Dieser Mut des Heilens ist ebenso notwendig wie Kenntnisse im Heilen – der Mut, der nicht einen nebulosen, phantastischen Optimismus im Heilen gibt, aber der einen begründeten Optimismus gibt, der Sicherheit bietet, wo man sagt: hier liegt ein Krankheitsfall vor, man durchschaut ihn, man versucht zu heilen, und man tut das, was man kann. Dann wird auch das Mögliche herauskommen. Dann muss man allerdings, wenn man diese innere Sicherheit haben will, durchaus den Mut haben, die menschliche Wesenheit und die Natur in ihrem Flusse erkennend erfassen zu können.

Rudolf Steiner, 24. Juli 1924

Kleine Ärzte

Was tut die Tollkirsche? Sie sammelt . . . den Geist aus der Weltenumgebung. Die Gifte sind Geistsammler. Daher sind Gifte auch Heilmittel. Im Grunde genommen werden die Blumen fortwährend kränker und kränker, und diese Bienen und Wespen und Ameisen sind fortwährend kleine Ärzte, die den Blumen die Ameisensäure zubringen, die sie brauchen, und die wiederum die Krankheit ausheilt . . . Sie sehen: Die Bienen, Wespen und Ameisen sind nicht bloss Räuber, sondern sie bringen zu gleicher Zeit dasjenige, was den Blumen die Möglichkeit gibt zu leben.

Rudolf Steiner, 15. Dezember 1923

Kopf und Bauch

Der heutige Mensch mit seinem toten, aber massiven Verstand, kann sich nur denken: Wenn in seinem Bauch etwas vorgeht, dann kann es nur dadurch ins Gehirn kommen, dass es sichtbar hinauf fliesst. Das ist aber nicht der Fall, sondern Prozesse des Unterleibes rufen als ihr Gegenbild Prozesse im Kopf hervor, ohne dass eine räumliche Verbindung da ist.

Rudolf Steiner, 22. März 1923

Eine höhere Metamorphose

Das Gehirn ist durchaus eine höhere Metamorphose der Ausscheidungsprodukte. Daher der Zusammenhang der Gehirnkrankheiten mit den Darmkrankheiten; daher auch der Zusammenhang der Heilung der Gehirnkrankheiten und der Darmkrankheiten.

Rudolf Steiner, 3. November 1923

Wärme

Die Erkältung ist eine Vergiftung durch äussere Wärme, die nicht vom Organismus in Besitz genommen worden ist.

Rudolf Steiner, 10. November 1923

Denkkräfte sind Wachstumskräfte

Es ist von der allergrössten Bedeutung zu wissen, dass die gewöhnlichen Denkkräfte des Menschen die verfeinerten Gestaltungs- und Wachstumskräfte sind. Im Gestalten und Wachsen des menschlichen Organismus offenbart sich ein Geistiges. Denn dieses Geistige erscheint dann im Lebensverlaufe als die geistige Denkkraft.

Rudolf Steiner, Dr. med. Ita Wegman, Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst (GA 27, Kap I)